Elementor #7139

Das Projekt "The Last Fish"

Die Nordsee ist leer. Der Kutter Marianne läuft zu seiner letzten Fangfahrt aus – weil es nichts mehr zu fangen gibt.ein

The Last Fish ist kein Wohlfühl-Projekt. Die Kampagne wurde von Peer Brockhöfer initiiert, um das zu tun, was klassische Umweltkommunikation meist vermeidet: unbequeme Wahrheiten direkt ansprechen. Mit seemännischer Sprache, harten Daten und einem dystopischen Szenario als narrativem Kern macht sie sichtbar, wohin der aktuelle Kurs führt – wenn niemand das Steuer herumreißt.

Die Grundlage ist real. Laut ICES überschreiten aktuell rund 34 % der kommerziell befischten Bestände in der Nordsee die biologisch sicheren Grenzen. Der Dorschbestand der Ostsee ist faktisch kollabiert. Das Jahr 2035 ist kein Science-Fiction – es ist eine plausible Verlängerung dessen, was heute passiert.

Die Kampagne richtet sich an drei Zielgruppen gleichzeitig: Konsumentinnen und Konsumenten, die verstehen wollen, warum ihr Einkauf an der Fischtheke eine politische Entscheidung ist. Journalistinnen und Journalisten, die investigative Geschichten mit emotionalem Kern und belastbaren Daten suchen. Und NGOs, Wissenschaft und Politik, die Kooperationspartner suchen, die Themen öffentlichkeitswirksam aufbereiten.

Das Konzept verbindet einen provokativen Online-Shop mit überhöhten Preisen (100g Schellfisch: 185 €) als Weckruf, ein fiktives Logbuch der Marianne als emotionalen Anker, und ein kohärentes Multi-Channel-Narrativ aus Website, Newsletter und Social Media – alles eine Geschichte.

The Last Fish – Folge der Marianne im Logbuch