The Last Fish zeigt eine mögliche Fangreise ins Jahr 2035

Das Projekt
2035: Die Nordsee ist leer. Der Kutter Marianne läuft zu seiner letzten Fangfahrt aus – nicht aus Tradition, sondern weil es nichts mehr zu fangen gibt.
The Last Fish ist kein Wohlfühl-Projekt. Die Kampagne wurde von Peer Brockhöfer initiiert, um das zu tun, was klassische Umweltkommunikation meist vermeidet: unbequeme Wahrheiten direkt ansprechen. Mit seemännischer Sprache, harten Daten und einem dystopischen Szenario als narrativem Kern macht sie sichtbar, wohin der aktuelle Kurs führt – wenn niemand das Steuer herumreißt.
Die Grundlage ist real. Laut ICES überschreiten aktuell rund 34 % der kommerziell befischten Bestände in der Nordsee die biologisch sicheren Grenzen. Der Dorschbestand der Ostsee ist faktisch kollabiert. Das Jahr 2035 ist kein Science-Fiction – es ist eine plausible Verlängerung dessen, was heute passiert.
Die Kampagne ist zum großen Teil KI-generiert, die Charaktere (siehe „Die Crew“), die Bilder der Crew, ein Großteil der Texte (z.B. Logbuch). Außerdem hat die KI bei der Recherche unterstützt. Die Bilder vom Fischfang sind dagegen echt, sie stammen von einer Reportage-Fahrt 2009 und gewannen 2013 den Fotowettbewerb der deutschen Küstenunion.
Die Kampagnen richtet sich an vier Zielgruppen gleichzeitig:
Nicht zuletzt
- Nachhaltig orientierte Konsumentinnen und Konsumenten, die verstehen wollen, warum ihr Einkauf an der Fischtheke eine politische Entscheidung ist.
- Journalistinnen und Journalisten, die investigative Geschichten mit emotionalem Kern und belastbaren Daten suchen.
- Und NGOs, Wissenschaft und Politik, die Kooperationspartner suchen, die Themen öffentlichkeitswirksam aufbereiten.
- Konservative Konsumenten, die sich von der rauen Bildsprache und der direkten Sprache der Kampagne angesprochen fühlen, die sich mit den Fischern eher identifizieren als mit Nachhaltigkeits-Aktivisten. Hier gibt es kein „woke“.
Das Konzept verbindet einen provokativen Online-Shop mit überhöhten Preisen (100g Schellfisch: 185 €) als Weckruf, ein fiktives Logbuch der Marianne als emotionalen Anker, und ein Informationsangebot, das auf Zahlen und Daten der relevanten Institute, Wissenschaft und Forschung basiert. Das ganze gebündelt in ein kohärentes Multi-Channel-Narrativ aus Website, Newsletter und Social Media – alles eine Geschichte.
Kein Fingerzeig. Keine leeren Versprechen. Nur die Frage, die bleibt: Wie lange noch?
The Last Fish – Folge der Marianne. the-lastfish.com
Die Crew (KI)

Bengt (63, Kapitän) – schweigsam, aber wenn er spricht, zählt jedes Wort.

Gabriel (53, Steuermann, Portugal/Norddeutschland) – rau, nachdenklich, schreibt das Logbuch.

Pedro (39, Fischer, Marseille) – Familienmensch, lacht laut, flucht kreativ.

Horst (53, Juist) – harter Hund, mehr Salz als Blut, hasst Faulheit. „Meckern ist auch Arbeit!“

Daniel (25, Fischer, Harlingersiel) – optimistisch, unerschütterlich, der Junge mit dem Grinsen.
